33. Uponor Kongress mit Lothar Späth
07.04.2011
Hochkarätige Referenten, kompetente und diskussionsfreudige Teilnehmer – und ein Veranstaltungsort mit Tradition. Diese Erfolgskriterien zeichneten auch in diesem Jahr den Uponor Kongress aus. Bereits zum 33. Mal haben sich rund 220 Experten aus fünf Ländern am Arlberg in Tirol, Österreich, getroffen. Architekten, Handwerksunternehmer, Fachplaner, Führungskräfte aus der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft und Wissenschaftler haben dabei nicht nur wertvolles Fachwissen ausgetauscht, sondern das Kongressthema „Netzwerke leben“ aktiv angewandt.
„Der Uponor Kongress ist eine einzigartige Plattform in Europa für den brancheninternen und interdisziplinären Meinungs- und Wissensaustausch in der Technischen Gebäudeausstattung. Es ist faszinierend zu erleben, wie das Netzwerk in den Jahren enger, aber auch immer größer geknüpft wird“, zog Ing. Rudolf Donner, Geschäftsführer der Uponor Vertriebs GmbH in Österreich, das Fazit nach fünf Tagen.
Wie Netzwerke in einer Branche nicht nur Nutzen stiften, sondern warum beste internationale Beziehungen notwendig sind, damit Deutschland im Globalisierungsprozess bestehen kann, vermittelte auf eindringliche und unterhaltsame Weise Prof. Dr. h. c. Lothar Späth. Von den politischen und wirtschaftlichen Szenarien, die der ehemalige Vorstandsvorsitzende der Jenoptik AG und ehemalige Ministerpräsident von Baden-Württemberg entwarf, führte der inhaltliche Faden weiter zur wichtigsten globalen Herausforderung, dem Klimaschutz.
Ein wesentlichen Beitrag zum Klimaschutz könne nach Ansicht von Prof. Dr.-Ing. M. Norbert Fisch, TU Braunschweig, moderne Gebäudetechnik leisten. Er warb dafür, das Haus als Kraftwerk zu nutzen und zeigte anschaulich, wie er dies bei seinem eigenen Wohnhaus bereits umsetzt. Die Photovoltaikanlage erzeugt direkt den notwendigen Strom für die Wärmepumpe. Diese liefert die Energie für die Flächenheizung und -kühlung. Ein intelligentes Stromlastmanagement und die Flächentemperierung ermöglichen eine gute Leistungskennziffern bei einem hohen Anteil von Eigenstrom.
Wie Gebäude möglichst enegieeffizient zu temperieren sind, erörterten zudem die Experten Prof. Dipl.-Ing M. Sc. Econ Manfred Hegger, TU Darmstadt, und Dipl.-Ing. Dietmar Walberg, Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft für zeitgemäßes Bauen, in Vorträgen und im fachlichen Diskurs bei der erstmalig stattgefundenen großen Podiumsdiskussion. Einig waren sich die Beteiligten, dass Architekten und Fachplaner früher und besser die Belange des anderen einbeziehen sollten. Ein Grund mehr, das Netzwerk noch enger zu spinnen.
Den fachlichen Anspruch des Kongresses unterstrichen die Vorträge von Prof. Dipl.-Ing. Klaus Rudat, Beuth Hochschule für Technik Berlin, zur Bemessung von Trinkwasserinstallationen und von Dr. Michael Günther, Uponor, zum Vergleich von Heizsystemen in Industriehallen.
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